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 Betreff des Beitrags: RB Westernpferd
BeitragVerfasst: 10.05.2009, 16:32 
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Pferdebeobachter

Registriert: 10.05.2009, 16:11
Beiträge: 5
Hallo!!
Ich fürchte, dass es schon viele Beiträge zu diesem Thema gibt aber ich habe leider nichts konkretes gefunden.

Die Sache ist die bei mir in der Nähe steht ein PFerd (Haflinger) und die Besitzer kennen mich und haben gefragt ob ich sie vllt. reiten möchte weil ihre Kinder noch nicht so weit sind und das PFerd nicht alles verlernen soll.
Ich reite eigentlich Englisch und habe 2 mal die Woche unterricht und ich reite auch ziemlich gut.
Die Stute ist aber Western geritten und ich hab sie jetzt 2 mal geritten und ich bekomm sie zwar vorwärts und so etwas aber ich wollte einfach mal wissen ob mir vllt. einer von euch so ein paar grundlegende Sachen erklären könnte, dass ich mit ihr ins Gelände gehen kann.
Also nichts aufregendes ;)

Sie hat auch nur noch ein Auge wegen einem Tumor das versuche ich natürlich zu berücksichtigen, denn ich will nichts machen was ihr vllt. Angst macht.

Es wäre echt total nett wenn ihr mir helft.

LG Anna


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 10.05.2009, 18:39 
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Gutsbesitzer
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Registriert: 01.04.2007, 11:45
Beiträge: 875
Hallo.

Im Grunde genommen ist Western auch nicht sehr viel anders als Englisch.
Wenn du ins Gelände gehst, ist es auf jedenfall wichtig, dass du immer anhalten kannst. Ein wirklich gut ausgebildetes Pferd müsste eigentlich sofort stehen, wenn du dein Gewicht nach hinter verlagerst und du die Schenkel wegnimmst.
Ansonsten kannst du dir alles wie Türen vorstellen. Wenn du einen Zügel an den Widerrist legst und den anderen zur Seite führst, machst du eine Tür zu und eine neue auf. Das Pferd wird also abwenden. Genauso ist es auch mit den Schenkeln. Ein angelegter Schenkel macht eine Tür zu und wenn du den Druck auf dem Anderen geht wieder eine auf. Das Pferd wendet also wieder ab.
Wichtig ist, dass du immer ans Gewicht denkst. Das ist viel wichtiger, als Zügel, etc.
Gewicht nach vorne bedeutet idR "Los" oder "Schneller". Dazu gibst du dann am besten eine treibende Schenkelhilfe.
Gewicht nach hinten das genau Gegenteil.
Wenn das Pferd eine bestimmte Gangart läuft und diese halten soll, solltest du eigentlich nicht treiben müssen. Ein ausgebildetes Westerpferd läuft allein solange weiter, bis eine andere Hilfe kommt.
Wenn du willst, dass dein Pferd den Kopf nach unten nimmt, also "richtig" trägt, nimmst du beide Zügel parallel nach oben und klopfst leicht(!) mit den Schenkeln. Sobald der Kopf runter geht, aufhören und loben. Wenns noch ein Stück weiter runter soll, dann einfach nochmal.

Das mit dem Auge hat eher weniger etwas damit zu tun, was genau du reitest. Ich würde dir vorschlagen, erst einmal auf einem eingezäunten Platz oder Halle o.ä. zu üben. Wenn das Pferd dir nämlich vertraut, ist die Gefahr zumindest schon ein bisschen gebannt, dass es erschrickt und durchgeht.

lg


Du kannst auch mal hier schaun:

:arrow: http://www.reit-forum.eu/hilfengebung-w ... t1589.html


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 Betreff des Beitrags: danke
BeitragVerfasst: 10.05.2009, 20:40 
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Pferdebeobachter

Registriert: 10.05.2009, 16:11
Beiträge: 5
Danke!

Das werde ich auf jedenfall ausprobieren und jetzt habe ich auch schon ein bisschen eine Vorstellung wie das funktionieren soll.

Das mit dem Auge spielt für mich deswegen eine Rolle, weil sie sich z. B. viel lieber linke Hand reiten lässt als rechte Hand (das Auge fehlt ihr rechts). Ich glaube das hatte ich vergessen.

Außerdem tut sie sich sehr schwer das linke hinterbein zu heben, weil ihr das Gleichgewicht ein bisschen fehlt (eben wahrscheinlich auch wegen dem Auge).

Ich freue mich über alle Tipps wie ich das verbessern könnte.
Vllt kennt ihr ja so einen ähnlichen Fall?!

LG


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BeitragVerfasst: 10.05.2009, 21:28 
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Gutsbesitzer
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Registriert: 01.04.2007, 11:45
Beiträge: 875
Wie lange hat sie denn schon kein Auge mehr?


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 11.05.2009, 14:25 
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Pferdebeobachter

Registriert: 10.05.2009, 16:11
Beiträge: 5
Sie hat jetzt seit ungefähr vier Jahren kein Auge mehr.

Es könnte natürlich auch an etwas anderem liegen.
Ich hab das bis jetzt so gehandhabt, dass sie ihren Huf den sie nicht so gut heben kann auf den Hufrand stellt das geht ganz gut!!


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 13.05.2009, 23:53 
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Moderator
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Registriert: 23.08.2007, 14:58
Beiträge: 1726
Wohnort: nahezu im Stall ;)
Zur Westernhilfengebung kann ich als Englisch-Dressurfreak jetzt leider nicht allzu viel beitragen, aber meinen Senf zu Pferden mit einem Auge abgeben kann ich ja trotzdem mal.

Seit einiger Zeit steht im selben Stalltrakt wie meine Madame eine Trakenerstute, die auch nur noch ein Auge hat (sie hat ihr Auge durch eine heftig ausgeprägte periodische Augenentzündung verloren) und generell betrachtet kommt das Pferd eigentlich ganz gut damit klar, hat auch keine Gleichgewichtsprobleme oder so, die Besitzerin springt sogar mit ihr.

Was mir halt nur bei ihr aufgefallen ist, was aber auch natürlich ist: Wenn jemand oder etwas von der Seite, auf der das Auge fehlt, auf die Stute zukommt oder sich auf dieser Seite bewegt, ist sie schon etwas schreckhafter als "voll-sehende" Pferde, aber wenn man das ein bisschen berücksichtigt, kann man sie eigentlich ganz normal behandeln.


Wie meinst Du das mit dem Huf auf den Hufrand stellen? (Das habe ich glaube ich noch nicht so ganz verstanden, was genau Du damit meinst!?)
Würde das Gleichgewichts/- bzw. Beinproblem jetzt erstmal nicht direkt auf das fehlende Auge schieben, sondern erstmal weiter Ursachenforschung diesbezüglich betreiben, bzw. einfach mal mit dem Besitzer darüber reden.

_________________
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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 15.05.2009, 10:01 
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Pferdebeobachter

Registriert: 10.05.2009, 16:11
Beiträge: 5
ich meinte damit, dass sie den Huf nur auf die "Zehenspitzen" stellt und sie so das GLeichgewicht besser halten kann.
Hab allerdings erst gestern erfahren, dass sie Hufrehe hatte vllt. hat es auch damit zu tun.

Ich hab jetzt endlch jemanden gefunden der mir ein bisschen Westernunterricht geben kann!

LG


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