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 Betreff des Beitrags: Trainingsmethoden im Islandpferdesport
BeitragVerfasst: 08.08.2009, 07:57 
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Tuniergewinner

Registriert: 22.02.2008, 07:22
Beiträge: 574
Wohnort: Südhessen
Hallo!
Man hört ja immermal was von den schwarzen Schafen(die es natürlich in jeder Sparte des Reitsports gibt, ich möchte hier keineswegs die Islandpferdereiter angreifen, es würde mich nur speziell dazu interessieren), denen alles recht ist, damit ihre Pferde so schnell wie möglich rennen oder die Beine höher heben, sei es durch Flex-Bänder, spezielle Cremes, Stromschläge...

Nun habe ich im aktuellen Löstau-Katalog gesehen, dass da sog. "Gewichts-Manschetten" für das Training von Gangpferden angeboten werden. Ok, die Dinger tun dem Pferd nicht unbedingt weh, das Gewicht soll sie nur dazu bringen, die Beine länger auf dem Boden zu lassen(für saubere GGA!? korrigiert mich, wenn ich das falsch verstanden habe).
Trotzdem weiß ich nicht, ob das denn nötig ist, und dass ein so großes & bekanntes Pferdesporthaus die anbietet...

Wie seht ihr das? Sind Gewichtsmanschetten zum trainieren noch okay oder würdet ihr sowas ablehnen? Wie steht ihr insgesamt zu dieser Branche?

lg
Kyra


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 12.08.2009, 19:00 
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Beiträge: 2602
Wohnort: hessisch by nature
Ich muss ehrlich sagen, dass ich von dem ganzen Islandpferdesport und der Szene eigentlich keine Ahnung habe. Man hört zwar immer wieder mal was in Zeitungen etc., aber live habe ich sowas noch nicht mitbekommen.
Schwarze Schafe gibt es überall, wie du ja schon gesagt hast.

Ich kenne solche Gewichtsmanschetten nur aus dem menschlichen Sport z.B. für Lauftraining unter erschwerten Bedingungen. Man muss halt mehr arbeiten, um vorwärts zu kommen. Damit könnte man ein Tier natürlich ziemlich triezen. Selbst ausprobiert hab ich sowas noch nicht und inwieweit es schaden könnte, weiß ich auch nicht.
Aber fest steht, dass man vieles nutzen kann, um es zur Leistungssteigerung zu missbrauchen.

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 18.10.2009, 02:24 
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Registriert: 23.08.2007, 14:58
Beiträge: 1726
Wohnort: nahezu im Stall ;)
Hab i-wo hier im Forum auch schonmal was zu dem Thema geschrieben, einen ähnlichen Theard hatten wir also schonmal irgendwann...


Ich bin früher eine Zeit lang schwerpunktmäßig Isländer geritten, auch turniermäßig, bin Junge Pferde geritten, habe bei deren Ausbildung geholfen, bin Hengste geritten...

Was damals einer der ausschlaggebenden Punkte war, den Isländern den Rücken zu kehren und wieder zum Dressurreiten zurückzukehren, waren die "Trainingsmethoden", wie die jungen Pferde dazu gebracht wurden, spektakulär zu tölten, war wirklich alles andere als schön.

Gewichtsglocken sind da wirklich noch harmlos, wobei mán da natürlich auch noch etwas drunterschmieren (durchblutungsfördernde Mittelchen) kann, damit die Haut am Kronrand besonders empfindlich auf die Reibung reagiert, dem Pferd ist es dann unangenehm, die Hufe aufzusetzten und das Bein wird schnell wieder hochgerissen.
So entsteht die Illusion des ach so spektakulären Tölts.
Ganz skrupellose "Trainer" nehmen sich noch Gummibänder zur Hilfe, durch die eine Expander-Wirkung entsteht.

Klar gibt es in allen Disziplinen schwarze Schaafe, Dressurreiter die Rollkur-artig reiten, Springreiter, die barren...

Ich fand es auch nicht so toll, dass es bei Isi-Turnieren in erster Linie darauf ankommt, dass man ein gutes ( und somit teures ) Pferd hat und gutes Reiten eher sekundär ist.


So, jetzt können mich die Isi-Fans erschlagen .

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 Betreff des Beitrags: Re: Trainingsmethoden im Islandpferdesport
BeitragVerfasst: 09.12.2009, 11:47 
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Gutsbesitzer
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Registriert: 08.08.2006, 15:50
Beiträge: 993
Wohnort: Norddeutschland Nähe Delmenhorst
Ich halte davon nichts, denn irgendwie habe ich immer den Eindruck, dass solche Maßnahmen nur ergriffen werden, wenn man anders, sprich reiterlich nicht in der Lage ist sein Pferd vernünftig zu trainieren. Egal ob nun in der Isi-Szene oder mit anderen Mitteln anderswo!
Hier werden Pferde zu Sportgeräten gemacht und dafür habe ich einfach keinerlei Verständnis!

_________________
Liebe Grüße
Marion, vom
www.shire-horse-gestuet.de


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