Huhu!
Ich bin ganz neu im Forum und brauche schon einen Rat...
Erstmal zur Vorgeschichte- wir etwas länger
Ich bin 25 und studiere lehramt, werde dieses jahr fertig und gehe dann nächstes Jahr im Februar ins Referendariat. Bisher hatte ich immer Rbs aber nicht viel Glück damit- die erste wurde verkauft, mitd er 2ten(neues Pferd der ersten besi) kam ich nicht zurecht, beid er dritten stimmte es mit der Besi nicht mehr(ich kümmerte mich um alles aber das Pferd wurde tierärtzlich nicht vernünftig versorgt und von der Besi kaputtgeritten(Arthrose)), die vierte musste eingeschläfert werden(war schon 24) und nun bin ich bei der 5ten...Der Wallach soll nun aber auch verkauft werden
Ich bin ein Mensch, der sich immer schnell an die Pferde bindet und ein enges Verhältnis aufbaut. bei dem Wallach jetzt ist es besonders- als ich mit der Rb anfing hatte er erst einige Wochen eine Op hinter sich.
Das ist auch wichtig zu erzählen, da es in die Überlegungen miteinfließt- er hat eine Verkalkung im rechten Vorderbein- das schränkt ihn an sich nicht ein, reizte aber die Sehne, so dass er bei Belastung Schmerzen hatte. Es geht nix kaputt, tut aber weh- daher wurde ein Nervenschnitt gemacht(ein Stück wurde entfernt).
Als ich also anfing durfte er nur 5 min am tag Schritt geführt werden, sonst Boxenhaft, jede Woche kamen 5 min. dazu. ich lernte ihn als misstrauisch, angespanntes Pferd kennen, der beim Putzen steckensteif dastand, nicht gern angefasst wurde, aber trotz Boxenhaft total brav war, bis auf kurze Aussetzer.
Nach und nach lernten wir uns kennen, er wurde, als er wieder länger raus durfte wieder neugieriger, entspannter, freute sich wenn er mich sah, vertraute mir mehr und mehr.
Ich muss kurz einwerfen, dass ich eine ängstliche Reiterin bin...als ich aber das erste Mal auf ihm saß(da wurde er dann das 2te Mal erst wieder geritten) fühlte ich mich sofort wohl und hatte null Angst.
Wir kämpften uns durchs antrainieren und unsere Beziehung wurde immer toller. Anfangs war ich draußen mit ihm schonmal unsicher, wenn er bockte oder schnell wurde flatterten die Nerven etwas, aber mittlerweile vertrauen wir uns blind, er liebt es zu schmusen und zu tüddeln, reagiert auf leisteste Signale bei der Bodenarbeit und beim reiten schockt mich kein rennen, bocken oder erschrecken mehr! Und nun wird er verkauft!
Jetzt bin ich hin und hergerissen was ich tun soll. Soll ich ihn nehmen oder nicht?
Ich bin noch Studentin und kann mir die monatlichen Kosten kaum leisten ohne an Ersparnisse zu gehen. Mein Freund, der weiß wie sehr ich an dem Pferd hänge hat mir sofort angeboten die monatlichen Kosten, die ich nicht stemmen kann zu tragen, ich könnte sie ihm ja irgendwann zurückzahlen. Sowas ist mir aber viel zu unsicher eigentlich. Ok, wir sind seit 6 jahren zusammen, wohnen seit bald 6 Jahren zusammen und wollen irgendwann heiraten, trotzdem weiß man doch nie was kommt. Eine Freundin von mir hätte ich sofort als Rb an Bord, aber auch da weiß man nie wie es läuft...
Zudem weiß ich ja nicht wo ich im Referendariat hinkomme- ich möchte zwar hier bleiben, aber das kann man ja leider nicht 100% beeinflussen, dazu kommt, dass es auch in der Zeit finanziell knapp wird und zeitlich ebenso- viele, die ich kenne sagen, dass es stressig ist, aber genug Zeit für alles andere bleibt.
ABER- finde ich so ein Pferd jemals wieder? Ich hatte an sich geplant direkt nach dem Ref oder IM Ref, wenn es zeitlich und geldtechnisch doch stimmt ein eigenes Pferd zu kaufen. Doch da kann man ja nie so sicher sein, als wenn man ein Pferd schon kennt. Bei dem Wallach kenne ich die Vorgeschichte, sein Wesen, wie er zu reiten ist etc. ABER er hat eben diese Beingeschichte- Vorteil: er wäre fast geschenkt, nachteil- man weiß nicht ob er in 2 Jahren platt ist oder uralt damit wird ohne Probleme
Ihr seht- alles nicht so einfach- eienrseits denke ich es wäre zu riskant ihn zu kaufen, andererseits denke ich, dass es eine einmalige Chance ist und, wenn eh alles glatt läuft im Ref ich mich ärgere, dass ichs nicht gewagt habe.
Was sagt ihr dazu?
Malt man sich mal das beste Bild aus würde es so laufen:
Ich kaufe ihn, er kommt in einen guten, günstigen Stall(wüsste sofort wo er hinkommen sollte, da war ich selbst als Rb und kenne den Stall), meine Freundin wird Rb, er bleibt gesund, ich bekomme im Referendariat ne Stelle hier, in einem Jahr also wär ich finanziell sicherer, hätte also nur das Jahr bis dahin eine Mehrbelastung, die ich leicht durch Ersparnisse ausgleichen könnte, zur Not würden Freund oder Eltern einspringen und ich wäre glücklich und zufrieden*g*
Worst case:
Ich kaufe ihn, er hat was, wodurch schonmal Geld weggeht, Meine Freundin springt nach 2 Monaten ab, Mein Freund und ich trennen uns, ich muss im Ref. umziehen, bin finanziell und zeitlich am Limit und mitten im Ref oder kurz vorm 2. Staatsexamen fängt das Bein an Mist zu machen und er muss eingeschläfert werden und ich wünsche mir es wäre alles anders gekommen
