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 Betreff des Beitrags: Military = Tierquälerei?
BeitragVerfasst: 16.01.2008, 15:53 
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Military wird ja sehr häufig kontrovers diskutiert. Ich hab' das mal ein bisschen zusammengetragen:

Oftmals wird Military in den höheren Klassen als Tierquälerei abgetan, weil die Hindernisse nicht wie im Springparcours mit lockeren Stangen zum Herunterfallen bestückt sind und die Verletzungsgefahren für die Pferde und den Reiter dadurch sehr hoch sind. Auch die Tiefsprünge befinden sich häufig in der Kritik, ebenso, dass die Pferde aufgrund des halsbrecherischen Tempos sehr überlastet werden (vorallem Beine -> Sehnen etc.).
Nicht selten sterben Tiere aufgrund diesen hohen Belastungen auf Military-Turnieren und auch dieses Jahr hat man schon von mehreren verunglückten Reitern gehört.

Soweit einmal die offizielle Kritik an dem Sport.

Was haltet ihr davon? Ist Military für euch Tierquälerei oder seht ihr das Ganze nicht so engstirnig und kontrovers?

Ich bin gespannt auf eure Antworten :wink:

glg

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BeitragVerfasst: 18.01.2008, 12:47 
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hey also mein papa und ich reiten seit drei jahren auch military und ich finde es in ordung klar ist es gefährlich aber ich finde es ist keine tierquälerei


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BeitragVerfasst: 18.01.2008, 13:00 
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kannst du deine Meinung denn auch begründen?^^
Ohne Begründungen haben Diskussionen keinen Sinn ;)


[offizielle Adminaussage] Interpunktion kann auch manchmal ganz hilfreich sein...*pfeif*[/offizielle Adminaussage]


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BeitragVerfasst: 18.01.2008, 16:36 
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@ LCD: Das habe ich auch gerade gedacht ^^

Übrigens bezog sich die Aussage, die ich da oben mal gepostet habe besonders auf die gefährlicheren Hindernisse in den höheren Klassen des Military. Wäre mal ganz interessant zu wissen, welche Klasse du und dein Vater denn so reitet?

Und die Begründung würde mich freuen ^^

glg

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BeitragVerfasst: 20.01.2008, 14:55 
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Pferdebeobachter

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Ich reite schon einige Jahre in der Vielseitigkeit (habe allerdings wegen jungem Pferd jetzt Pause).
Die Diskussion, ob das Tierquälerei sei (auch Springen im Parcours), habe ich des öfteren mit einer Freundin gehabt. Meine Freundin war der Meinung, das Pferde aus lauter Panik vor dem Reiter springen, zumindest alles, was höher ist, als dass, worüber sie gehen können.
Ich brachte ihr einige Gegenbeispiele: Einen Haflingerhengst, den ich selber eingeritten und eingesprungen hatte und der vor lauter Spaß am Springen auch über Hindernisse sprang, die mitten in der Halle standen, also auch gut zu umlaufen waren. Dabei wurde er nicht getrieben. Ein Pony, dass vor lauter Gier entlich losspringen zu können, schon auf den Hinterbeinen stehend in den Parcours kam. Dieses Pony hatte viele Siege in Rennen und Springen. Wohlgemerkt. Das Pony war 1,17 m groß und es handelte sich um A-Zeitspringen! Und zwar auch gegen Großpferde. Dieses Pony starb letztes Jahr mit 40 Jahren.
Meine Freundin war nicht zu überzeugen. Erst als ich im Fernsehen eine Aufnahme von den Badminton Horse Trials machte. Dabei war folgende Szene: Eine Wasserkombination. Es mußte zuerst Wallab ins Wasser gesprungen werden. Dabei verlor der Reiter komplett (!) die Zügel. Im Wasser war ein Hindernis zum Auf- und Abspringen - der Reiter hatte immer noch nicht die Zügel sortiert. Dann aus dem Wasser raus und sofort über einen Zaun springen. Erst danach hat der Reiter die Zügel wieder in die Hand bekommen.
Was man daraus lernt: In der Vielseitigkeit braucht man Pferde die Vertrauen haben, dass ihr Reiter sie nicht über Hindernisse schickt, die sie nicht bewältigen können. Die Pferde müssen mitkämpfen und über die Hindernisse wollen!
Wer nicht gefühlt hat, wie Pferde auf einer Geländestrecke mitkämpfen, wird diese Fastination wohl wenig verstehen.
Aber nicht umsonst, wird von der FN gefordert, wieder vielseitiger auszubilden. Auch wenn manche Ausbilder davon noch nie gehört haben. Ich habe Reiter gesehen, die sich nicht trauen, ihre Pferde ins Gelände zu reiten. Muß sowas sein?


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BeitragVerfasst: 20.01.2008, 17:20 
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Jojo65 hat geschrieben:
Die Pferde müssen mitkämpfen und über die Hindernisse wollen!
Wer nicht gefühlt hat, wie Pferde auf einer Geländestrecke mitkämpfen, wird diese Fastination wohl wenig verstehen.
Aber nicht umsonst, wird von der FN gefordert, wieder vielseitiger auszubilden. Auch wenn manche Ausbilder davon noch nie gehört haben. Ich habe Reiter gesehen, die sich nicht trauen, ihre Pferde ins Gelände zu reiten. Muß sowas sein?


Ich finde es gut, mal eine Meinung zu hören, die von jemandem stammt, der auch Vielseitigkeit reitet.
Ich kann dem Zitierten nur zustimmen: Meiner Meinung nach birgt das Reiten allgemein schon ein großes Risiko, da Pferde grundsätzlich immer unberechenbar sind. Wenn ich da nicht ein bisschen Vertrauen hätte, würde ich mich auch nicht aufs Pferd setzen.
Wenn ein Pferd gerne springt und lauffreudig ist, warum sollte man die Stärken dieses Pferdes denn nicht dann auch fördern, z.B. eben durch Vielseitigkeit?
Und das es gefährlich für den Reiter ist, das habe ich ja schon beschrieben: Reiten allgemein birgt immer ein Risiko...

glg ;)

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BeitragVerfasst: 20.01.2008, 18:40 
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Betreff der Reiter, die sich nicht trauen, ihre Pferde im Gelände zu reiten:

Ich war auchmal einer dieser Reiter, nachdem ich den ein oder anderen weniger schönen Unfall (auch im Gelände) erlebt hatte, bin ich zur reinen Hallenreiterin mutiert und hatte wirklich Angst beim Reiten, ganz egal auf welchem Pferd, wollte eigentlich auch mit der Reiterei aufhören, konnte mich nach all den Jahren aber nicht dazu durchringen und mochte Pferde auch nach wie vor.
In der Halle fühlte ich mich sicher(er) und lernte langsam wieder, einem Pferd zu vertrauen, das Reiten zu genießen und nicht wie ein häufchen Elend da oben zusammengekauert zu hocken (bewusst übertrieben).

Meine Stute ist nicht ganz einfach, ist im Grunde genommen nicht straßentauglich, da sie totale Panik vor Traktoren und teilweise auch vor Autos hat, da sie im Fohlenalter einen Unfall erlitten hat und diese Panik auch kaum korrigierbar ist.
Deswegen bin ich auch nicht die große Geländereiterin und gehe nie alleine, sondern nur mit Leuten, die wirklich 110%ig sichere Pferde haben, raus.
Ich kenne wenige Reiter, die mit meinem Pferd überhaupt rausgegangenm wären, als sie zu mir kam, mittlerweile vertraut mein Pferd mir jedoch soweit, dass das Vertrauen größer ist als die Angst vor den Traktoren... und wenn ich dabei bin (sie führe oder reite), ist sie kontrollierbar, in der Box ist das Problem nach wie vor intensiv vorhanden.

Also bitte erstmal überlegen, warum jemand mit einem Pferd nicht in's Gelände geht, bevor man ein Urteil darüber fällt.

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BeitragVerfasst: 20.01.2008, 18:50 
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Just_a_Dream hat geschrieben:
Deswegen bin ich auch nicht die große Geländereiterin und gehe nie alleine, sondern nur mit Leuten, die wirklich 110%ig sichere Pferde haben, raus.


Das ist auch nur anzuraten, denn es kann immer mal was passieren und dann ist es gut, jemanden dabei zu haben, der noch Hilfe holen kann.
Ich bin auch etwas ängstlich im Gelände und reite auch immer lieber mit Personen aus, wo ich weiß, die Pferde sind geländesicher...

Just_a_Dream hat geschrieben:
Also bitte erstmal überlegen, warum jemand mit einem Pferd nicht in's Gelände geht, bevor man ein Urteil darüber fällt.


Darüber entscheidet nunmal der Einzelfall ;) Die Gründe für nicht ins Gelände reiten sind nunmal verschieden.

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BeitragVerfasst: 20.01.2008, 18:53 
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[quote="suedsee
Darüber entscheidet nunmal der Einzelfall ;) Die Gründe für nicht ins Gelände reiten sind nunmal verschieden.[/quote]

Ja, da hast Du sicherlich vollkommen Recht, ich bezog mich auf die letzte Zeile im Posting von "jojo65" wo mehr oder weniger anklang, dass sie kein Verständnis dafür hat, wenn jemand mit einem Pferd nicht in's Gelände reitet.

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BeitragVerfasst: 20.01.2008, 18:56 
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Just_a_Dream hat geschrieben:
[quote="suedsee
Darüber entscheidet nunmal der Einzelfall ;) Die Gründe für nicht ins Gelände reiten sind nunmal verschieden.


Ja, da hast Du sicherlich vollkommen Recht, ich bezog mich auf die letzte Zeile im Posting von "jojo65" wo mehr oder weniger anklang, dass sie kein Verständnis dafür hat, wenn jemand mit einem Pferd nicht in's Gelände reitet.[/quote]

Ja, das stimmt. Das "Muss sowas sein?" klang ein wenig harsch, aber vllt. sollte sich jojo65 nochmal selbst dazu äußern, wie sie das gemeint hat :D

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