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 Betreff des Beitrags: IRAP-/Orthokin-Therapie (Eigenblutbehandlung) bei Frissur
BeitragVerfasst: 24.02.2010, 16:30 
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Hallo zusammen!


Kurz zur Vorgeschichte unseres Falles:

Meine Stute geht ja nun schon seit einigen Wochen lahm (wie ich hier auch schonmal geschrieben hatte, damals bzgl. des Zinkleimverbandes).

Nun war ich schließlich mit ihr in der Klinik und nach Lahmheitsanästhesie und anschließender Röntgendiagnostik sind wir der Ursache auf den Grund gegangen, wobei leider herauskam, dass mein armes Mäuschen sich wohl i-wie und i-wo i-wann eine Frissur zugezogen hat, die glücklicherweise immerhin nicht allzu groß ist.

Es ist zunächst mal absolute Boxenruhe angesagt, auch Schrittführen ist erstmal vorbei und von der Klinik habe ich ein Präperat mitbekommen, dass über das Maul eingegeben wird, das die Madame etw. ruhigstellt, das ist aber kein "richtiges", klassisches Sedativa, steht auch nicht auf Dopinglisten etc.

Laut Chef-TÄ der Klinik liegen die Heilungschancen meiner Stute - auch darauf, dass die sportlich sowohl in der Dressur als auch im Springen wieder voll einsetzbar sein wird - bei 100%, es wird eben nur ein recht langwieriger Heilungs- und Reha-Prozess werden.



Nun zu meiner Frage an Euch:

Diesen Prozess würde ich natürlich gerne unterstützen, um meiner Maus zu helfen.
Die Chef-TÄ der Klinik schlug eine Behandlung mit IRAP (auch unter dem Namen Orthokin bekannt) vor, das ist eine Art Eigenblutbehandlung, meinem Stütchen wurde Blut entnommen und in eine spezielle Spritze aufgezogen, worin sich das IRAP (wenn ich das richtig verstanden habe) bereits befand.
Nun wird das Blut aufbereitet und dann wieder in das Bein an der betroffenen Stelle, wo sich die Frissur befindet, injektiziert.

Das Ganze soll dazu dienen, den Heilungsprozess zu unterstützen und zu beschleunigen (wobei ich meinem Pferd natürlich die Zeit geben werde, die sie braucht - so und so).
Nun wies mich die TÄ jedoch auch darauf hin, dass es zu Entzündungen (wohl im Bereich der Injektionsstelle) kommen kann.

Sie meinte jedoch auch, dass sie im Rahmen der Risiko-/Nutzen-Abwägung auf jeden Fall zu dieser Therapie raten würde.

D.h. ich werde jetzt noch insg. 3x mit meiner Stute zur Klinik fahren, um sie dort mit dem IRAP behandeln zu lassen, obwohl mir etw. Zweifel daran kamen, ob ich damit das Richtige tue, nachdem ich noch ein bisschen diesbezüglich im i-net herumgelesen habe, da dort auch einige kritische Äußerungen zu lesen waren!?

Eine befreundete Humanmedizinerin hielt auch nicht allzu viel von derartigen Therapiemethoden, wobei sie sich dabei wohl eher auf den humanmedizinischen Bereich bezog...


Nun:

Hat jemand von Euch vll. schonmal sein Pferd mit IRAP bzw. Orthokin behandeln lassen (könnte ja sein, da das Medikament schließlich schon seit 2001 verwendet wird)?

Oder habt Ihr schonmal von Pferden gehört, die damit behandelt worden sind?

Falls ja, welche Erfahrungen habt Ihr damit gemacht, hat es den Pferden (nachhaltig) geholfen?
Seid Ihr überzeugt von dieser Therapieform, würdet Ihr Euch wieder dafür entscheiden?

Was würdet Ihr mir raten?

(Auch unter dem Gesichtspunkt, dass die Therapie wohl ursprünglich für Arthrose-Pferde bzw. Pferde mit Gelenksentzündungen vorgesehen ist / war!?)
Hat vll. sogar jmnd. etwas zu berichten bzgl. IRAP zur (Heilungs)Unterstützung bei Pferden mit Frissuren!?


Bin sehr dankbar, wenn jmnd. seine Erfahrungen schildern würde!
Mache mir nämlich schon die ganze Zeit über Gedanken diesbezüglich!

LG, auch von meiner armen Madame
:|

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 Betreff des Beitrags: Re: IRAP-/Orthokin-Therapie (Eigenblutbehandlung) bei Frissur
BeitragVerfasst: 07.03.2010, 17:53 
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Also ich hab mcih mal ein bisschen schlau gemacht und bin eigentlich auch immer wieder mehr oder weniger daruf gestoßen, dass diese Eigenblutbehandlung bei Artrhose eingesetzt wird, um eben den Gelenkknorpel zu regenieren und da auch teilweise beachtliche Erfolge erzielt wurden. Die Pferde konnten danach zumeist wieder schmerzfrei laufen und benahmen sich trotz ihres Alters wieder wie junge Pferde. Das sind halt nur Meinungen gewesen und Erfahrungen von Leuten mit Arthrosepferden. Spricht eigentlich für einen guten Stellenwert dieser Therapie.
Außerdem soll diese Therapie auch bei Entzündungen der Sehnen angewendet werden. Von Rissen im Knochen habe ich nichts genaues gefunden. Wo genau hat dein Pferd denn denn Riss? Weiß nicht, ob du es vielleicht geschrieben hast und ich es überlesen habe..

Den Artikel hier finde ich auch ganz interessant:
http://www.equineclinic.de/de/aktuelles ... rger_1.pdf
Bezieht sich halt alles sehr viel auf Knorpelabbau und dessen Regenerierung.

Wenn deine TÄ dir allerdings dazu geraten hat, wird sie vermutlich schon daran glauben, dass diese Behandlung deinem Pferd helfen könnte. Vielleicht ist es nur bei Haarrissen noch nicht so erprobt. Laut Internet ist so eine Behandlung ja auch nicht so günstig mit 1500 Euro, also kann ich schon verstehen, dass du dir das überlegst. Aber ich finde, dass die Erfolge dieser Therapie, wenn auch in anderen, erprobteren Gebieten schon sehr beachtlich sind und für diese Sache sprechen.
und gerade dann, wenn du dein Pferd ja gerne weiterhin im Sport einsetzen möchtest, wäre so eine Behandlung sicher nicht unbedingt falsch.
Was mir auch gerade in den Sinn kam, vielleicht soll diese Behandlung den Knorpel in der Nähe des Knochens stärken, der diesen Riss hat, um die Belastung dessen ein wenig wegzunehmen? Ich weiß nicht, ob das logisch klingt. Kommt sicher darauf an, wo die Verletzung des Knochens liegt.

Ich wünsche dir alles Gute und deinem Pferd natürlich gute Besserung!
Ich hoffe, du hältst uns ein bisschen auf dem Laufenden. Würde gerne davon hören und von den Fortschritten im Heilungsprozess natürlich! ;)

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