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BeitragVerfasst: 27.11.2007, 00:44 
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Über den Sinn und Unsinn von Ausbindern oder generell von Hilfszügeln kann man sich zweifelsohne immer wieder von neuem streiten, es gibt Leute, die sind grundsätzlich dafür, dann gibt es Leute, die sind grundsätzlich dagegen und wiederum Leute, die bedingt dafür / dagegen sind.

Ich würde mich zu den letzteren zählen.

Zur Ausbildung von Reitanfängern sind Hilfszügel sicherlicg recht nützlich und sinnvoll - das Pferd läuft in einigermaßen korrekter Haltung, wölbt im besten Falle den Rücken auf, sodass größere Schäden durch in-den-Rücken-plumsende-Reiter vermieden werden, die Anfänger sitzen zwangsläufig besser und müssen sich (noch) nicht auf die korrekte Haltung des Pferdes konzentrieren.
Hierfür sind meiner Meinung nach Dreieckszügel / Laufferzügel und in begründeten Fällen auch Halsverlängerer / Ausbinder / Thiedemann sinnvoll.
Stoßzügel sieht man für ebendiesen Zweck auch öfters mal, ich bin aber überhaupt kein Fan davon.

Zur Korrektur von Korrekturpferden halte ich (vorrübergehenden) Einsatz von Hilfszügeln je nach Problem und "Problempferd" auch für sinnvoll, sofern sich der "Korrekturreiter" im Klaren ist, warum er ebendiese Hilszügel verwendet und was er / sie damit bezwecken möchte.
Hierfür können meiner Meinung nach nahezu alle gängigen Hilfszügel verwendet werden - von der korrekten Anwendung mal ausgegangen - Dreieckszügel / Laufferzügel / Halsverlängerer / Thiedemann / Schlaufzügel.

Das gleitende Ringmartingal ist ein recht universell einsetzbarer Hilfszügel, der sich besonders bei Spring- und Geländereitern großer Beliebtheit erfreut, er verhindert in erster Linie, dass das Pferd den Kopf übermäßig nach oben / nach unten reißt, bietet jedoch keinerlei seitliche Begrenzung und "hilft" von daher auch nicht, dem Pferd eine gewisse Haltung vorzugeben.

Auch für die Longenarbeit sind Hilfszügel sinnvoll, an der einfachen Longe sogar ein "muss" wenn ein Trainingseffekt erzielt werden soll.
Der einfache Ausbinder und der Dreieckszügel bzw. Laufferzügel sind hierfür sicherlich am besten geeignet.
Bei Korrekturpferden in besonderen, begründeten Fällen ist meiner Ansicht nach auch der Einsatz des Gogue und des Chambons vertretbar, allerdings nur in den Händen eines erfahrenen Longenführers.


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BeitragVerfasst: 18.02.2008, 21:43 
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Pferdefanatiker
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Mit Ausbindern habe ich in den letzten Jahren eigentlich weniger gute Erfahrungen gemacht.
Meine Susi musste die Jahre lang bei den Reitschülern ertragen und hat sich immer wieder gewehrt, sie hatte diese Stretcher Dreieckszügel.

Aber ich werd die sofort aus ihrem Leben verbannen und wenn überhaupt nur ein Martingal benutzen.
Durch die Ausbinder hatte die sich immer total verstellt und lief kaum entspannt.

Bei manchen kleinen Anfängerkindern muss es allerdings nicht immer verkehrt sein,aber das kommt auch aufs Pferd an.

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BeitragVerfasst: 19.02.2008, 17:15 
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[quote=", sie hatte diese Stretcher Dreieckszügel.[/quote]

Öhm, was darf man sich den darunter vorstellen?
Meinst Du Halsverlängerer, die als Dreieckszügel verschnallt werden?

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BeitragVerfasst: 19.02.2008, 18:31 
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naja ich finde hilfszügel nur okay , wenn man auch damit umgehen kann und sie nicht "missbraucht"!!!!

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BeitragVerfasst: 19.02.2008, 20:35 
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bei meinen schulpferd hab ich Schlaufzügel
komme damit klar, könnte ihn aber auch meiner meinung auch ohne alles reiten.


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BeitragVerfasst: 26.01.2009, 21:18 
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Reitschüler

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Beiträge: 75
Ich find man sollte seinem Pferd vorallem in der Aufwärmphase 10-15 Min. ohne Ausbinder gönnen. Bei uns am STall wid das bei den Schulponys z.B. nicht gemacht :cry: .
Ich finde das Anfis UNBEDINGT Ausbinder brauchen.
Aba auch wenn man einfach merkt, das das Pferd nicht runtergeht.
Das missachten viele Reitlehrer ( bei Uns am Stall Zum.).
aba Ich glaube, das man mit Ausbindern das Pferd nicht unbedingt selbstständig an den Zügel reiten kann, da Pferde sich einfach an lieber an das Hängen was am meisten "den Kopf hält".
I-wann ist es einfach an der Zeit ein Pferd ohne Ausbinder zu reiten.
Wobei einige Pferde etwas schwierig zu knacken sind.
Meiner z.B. geht nur durchs Genick, wenn ich ihn aussitze, (schritt, trab gallop) und in der Stunde reite!! wenn ich ihn am Wochenende nicht inna Stunde reite, bekomme ich ihn auf teufel komm raus nicht runter.
Also ich find Ausbinder habn schon nen Nutzen, aber nur für ne gewisse Zeit... LG Dreamer1995 :wink:

_________________
!!!!!Pferde sind Lebewesen mit Gefühlen und Verstand, also behandelt sie auch so und NICHT wie Sportgeräte!!!!!!


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BeitragVerfasst: 27.01.2009, 11:37 
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Gutsbesitzer
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Beiträge: 993
Wohnort: Norddeutschland Nähe Delmenhorst
Hallo Dreamer1995,

sorry, aber wenn ich deine Beiträge so lese sträuben sich mir teilweise die Nackenhaare.

Pferde sind nicht schwer zu knacken, ein Lebewesen muss nicht geknackt werden!!!
Schlaufzügel gehören absolut nicht in Anfängerhände und Pferde nur mit Hilfe von Ausbinder "runter zu kriegen", also dafür sind die Ausbinder nicht gedacht.
Ich fürchte man hat dir bisher auch eine Menge Unfug beigebracht.

_________________
Liebe Grüße
Marion, vom
www.shire-horse-gestuet.de


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BeitragVerfasst: 27.01.2009, 18:51 
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Tunierreiter
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Ich muss Shirepearl recht geben. Denn das "runter kriegen" ist ja nicht das Ziel, man will ja eigentlich durch gutes Reiten, manchmal in Verbindung mit Ausbindern, erreichen, dass das Pferd über den Rücken schwingt und die Hinterhand aktiviert.

Ich benutze bei meiner Stute Dreieckszügel, allerdings nur an der Longe.

Sie geht mir auch noch nicht durchs Genick, wenn ich sie reite, aber es ist ja nicht mein Ziel, dass sie nur den Kopf runternimmt. Daher finde ich das im Moment auch nicht weiter tragisch.

_________________
Das größte Glück der Pferde, ist der Reiter auf der Erde.

Mein Pferd- mein allergrößter Schatz, du bist das Beste was mir passieren konnte!


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BeitragVerfasst: 27.01.2009, 19:37 
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Beiträge: 2602
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Durchlässigkeit wird man mit Ausbindern nicht erreichen. Ich empfinde das immer sehr extrem nach "Pseudo-Runterreiten". Ich hasse das auch, mit den Dingern zu reiten. Ohne habe ich viel mehr Möglichkeiten und ich kann mich auf einen bessere, feinere Hilfengebung konzentrieren und muss nicht noch gegen ein sich auf den Zügel legendes Pferd arbeiten.

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Druck erzeugt Gegendruck.

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BeitragVerfasst: 27.01.2009, 20:06 
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Reitschüler
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Bilder: 13
Wohnort: Austria
hey....also ich benutze gerne ausbinder. nicht damit sie mit dem ,,kopf runtergeht". aber ich benutze sie immer beim ablongieren, nachdem ich sie einige minuten ohne geführt hab. und dann auch manchmal nach dem longieren noch. nicht deswegen weil sie mit dem kopf hochdrückt. sondern weil sie mit ausbindern entspannter geht, sie mit dem rücken durchschwingt und lockerer wird. so kann ich sie dann besser aussitzen und kann mich auf treiben, biegen und lösen usw. konzentrieren. ich reite auch nicht immer mit ausbindern. meistens reite ich mit wenn ich sie eben ablongiert habe oder sie während dem reiten nur rasen will und sich nicht biegt etc.

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Die Kunst des Reitens besteht darin, einzusehen, dass das Pferd in 99,9% nicht die Schuld an Fehlern trägt, sondern der Reiter!


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