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 Betreff des Beitrags: was kann man mit alten Pferd anfangen
BeitragVerfasst: 16.11.2007, 16:28 
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Hallo ihr lieben Leut,

von Max hab ich euch ja schon erzählt. Also nochmal kurz, er ist ein 26 Jahre alter Friesenmix und seine Lieblingsbeschäftigung war bis heute stundenlanges grasen. was ich auch unheimlich gerne mit ihm mache. Aber heute erzählt mir die SB das es jetzt nicht mehr geht da Frost war und das Gras deshalb nicht mehr gut ist für ihn. Aber jetzt weiß ich nicht mehr wie ich mich sonst mit ihm beschäftigen soll. Spatieren gehen ist auch nicht so gut, er stolpert sehr oft. Die SB sagt ich kann ja mit ihm in die Halle gehen. Habt ihr Ideen was ich mit ihm da anfagen kann aus ihm im Kreis zu führen? Ich hab ja schon mal was von den Zirkuslektionen gehört aber weiß nicht genau was das ist und ob es Übungen gibt die für ihn nicht zu schwer sind. Bitte helft mir, ich möchte mich mit Max beschäftigen aber habe keine Ahnung was ich außer putzen und grasen tun kann. Ich habe jeden Tag ca. 3 - 5 Stunden Zeit und die will ich nicht mit Putzen verbringen.

Danke für eure Hilfe
Susan


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BeitragVerfasst: 16.11.2007, 19:59 
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Betreff Zirkuslektionen gibt es eigentlich eine Menge guter Bücher - (gerade) auch für Anfänger, wenn ich mal etwas mehr Zeit habe, werde ich Titel, Autor, Verlag von ein paar hier hineinsetzen.

Zirkuslektionen halte ich für eine gute Idee, es gibt ja auch "leichtere" Lektionen dabei, wobei es natürlich auch darauf ankommt, in wie weit das Pferd noch belastbar ist, denn auch bei 26 jährigen Pferden gibt es solche und solche.

Hat er irgendwelche Schäden / Erkrankungen, auf die Rücksicht genommen werden muss (z.B. Sehnenschäden, Kissing Spines etc. pp.)?

Eine weitere Idee wäre auch Dualaktivierung nach Michael Geitner - ob man nun an irgendwelche "speziellen Trainingseffekte" glaubt oder nicht - eine nette Abwechslung ist es für jedes Pferd.
Auch dazu haben wir hier im Forum schon ein Thema, wenn Du den Begriff in der Suchfunktion eingibst, landest Du direkt bei dem Thema.

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BeitragVerfasst: 16.11.2007, 22:50 
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Also so richtige Schäden hat er nicht bis auf das viele Stolpern. Deshalb wird er auch nicht weiter geritten nicht das er noch hinfällt wenn jemand oben sitzt. Da ist es ja noch viel schwieriger für ihn das Gleichgewicht wieder zu finden. Natürlich ist er auch nicht mehr so biegsam und kommt auch schnell ins schwietzen. Er hat auch ein sehr dickes Winterfell. Er ist richtig kuschelig. Ich muss ihn deshalb ganz oft knuddeln.
Das mit der Bücherliste wäre eine tolle Idee danke schön. Ich werde mal gleich nach Michael Geitner suchen. Auf dem Weg nach Hause ist mir auch was eingefallen als ich so ständig meinen Hund wieder ranpfiff. Ich kann ja morgen mit Max mal üben das er mit mir mit läuft ohne Führstrick. Morgens habe ich die Reithalle ganz für mich allein. Die meisten kommen erst um neun, halbzehn. Das ist doch was körperlich ganz einfaches und mit Geduld bestimmt auch machbar. Ich werde einfach ganz viele Möhrchenstückchen mitnehmen. Als ich ihn die ersten paar Male von der Weide holen wollte mußte ich ihn auch mit Äpfeln überreden und jetzt kommt er mir schon so weit entgegen das ich ihm nur noch den Zaun aufmachen brauch.

Bis danne
Susan


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BeitragVerfasst: 17.11.2007, 00:04 
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Hey,

erstmal vorab...ich finde es total toll dass du dich mit ihm beschäftigst auch wenn er nicht mehr geritten werden kann!

Du kannst z.b. einen nicht zu schweren Parkour (schreibt man das so???) aufbauen und ihn dann mit ihm bewältigen oder eben zirkuslektionen wie du schon gesagt hast.

Was auch toll ist, wenn du eine Möhre in die Hand nimmst, und dein Pferd vor dich stellst, du rückwärts ein paar Schritte nach hinten gehst und dann wieder nach vorne, aber dein Pferd muss stehen bleiben - garnicht so einfach!!!

Wobei du bei möhren etc aufpassen solltest, dass er nicht immer danach eine haben möchte, da dies ziemlich gefährlich werden kann...

Was Pferde meißt auch total lieben - Massagen! Lass dir doch von jemandem zeigen, ob jmd dir eine Art der Massage zeigen kann... das entspannt die Pferde total =)
Ich z.B. mache mit mittelfinger und zeigefinger kleine kreise auf einer Stelle am Hals und gehe dann den ganzen Hals "runter"... falls du das jetzt verstehst... wenn nicht dann muss ichs später nochmal ausführlich erklären habe nur jetzt relativ wenig zeit...


ganz viel spaß euch beiden

krossi


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BeitragVerfasst: 17.11.2007, 09:49 
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@Jolenechen
danke für die tollen Tips. Ich massiere ihn beim Putzen immer mit einer Massagebürste aber mehr für die Haut damit dser Fellwechsel leichter fällt. Ich bin heute morgen mit ihm in die Reithalle gegangen. Er hatte voll Angst weil er es gar nicht mehr gewohnt ist dort hinzugehen. Ich habe ihn laufen lassen damit er sich alles anschaut und dann habe ich erst einmal geübt das er zu mir kommt wenn ich ihn rufe und wenn ich rückwärt vor ihm hergehe und ihn rufe das er mit mir mit läuft. Ich dachte das reicht ersteinmal bis er sich daran gewöhnt hat das wir in die Halle gehen. Er hat immer vor allem neuen erstmal Angst und bleibt oft stur stehen weil er halt nicht weiß was kommt.
Aber ich war schon überglücklich als ich ihm die Angst vor der Reithalle nehmen konnte und er sich mit der Zeit sichtlich entspannte. Mit ihm gehen nur noch ganz kleine Schritte, er ist halt nicht mehr so anpassungsfähig wie ein junges Pferd.
Morgen versuch ich es noch einmal. Und die Idee mit der Massage finde ich auch toll. Er genießt es ja schon sichtlich mit der Bürste, wie wird er sich erstmal freuen bei einer richtigen Massage.

Bis danne
Susan


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BeitragVerfasst: 17.11.2007, 12:34 
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Ich massiere immer mit meinen Händen =) da hat man mehr gefühl und kann mehrere Arten von massagen machen...

Hat es denn geklappt mit dem rufen dass er kommt bzw dass er neben dir herläuft ohne halfter und strick??
Ich gehe mitlerweile schon mit meiner Stute ohne Halfter nur mit Strick spatzieren in den Wald und so und wenn sie brav geht kommt manchmal der strick auch ganz ab... klappt super bei bestimmtem, richtigen Training...

krossi


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BeitragVerfasst: 17.11.2007, 16:49 
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Also neben mir herlaufen hat gar nicht geklappt und kommen wenn ich rufe hat so ungfähr 10 mal geklappt, 2 mal nicht und 2 mal sogar ohne das ich ihm ein stück möhre hinhalte. und wenn ich rückwärts gehe und er soll hinterher kommen hat einmal geklappt und einmal nicht. also selbst bei diesen einfachen sachen haben wir noch viel zu üben. Das Halfter hatte er aber noch um denn wenn jemand in die Halle möchte muss ich ja schnell wieder den Führstrick dran bekommen.
Aber mir hat es riesiegen Spaß gemacht. Ich denke wenn er erstmal weiß was ich von ihm will und das es nicht sehr viel ist wird es auch besser laufen. Beim Führen blieb er Anfangs ständig stehen aber das macht er kaum noch und wenn dann muss ich ihn nur ermahnen damit er weiter geht. Anfangs haben wir manchmal 10 Minuten gebraucht damit er dahin geht wohin ich will. Aber immer wenn ich aufgeben wollte hat der Sturkopf nachgegeben. Deshalb weiß ich ich muss nur Geduld haben und er folgt mir.

Bis danne
Susan


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BeitragVerfasst: 17.11.2007, 17:51 
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Hey na das hört sich doch super an

Läufst du wenn du mit Halfter und Strick führt NEBEN ihm oder VOR ihm?
Wenn du neben ihm gehst (ca auf schulterhöhe und ca eine halbe armlänge vom Pferd weg) und dann einfach gehst und gehst und dann irgendwann einfach den Strick über den Hals hängen... meißtends kommen die Pferde dann mit... =) einfach nur üben üben üben aber nicht zu viel am Stück =)
Wenn er nicht mitgeht gerte benutzen =) Und am Besten ohne Leckerlies...

Wenn du rückwärts gehst soll er dir hinterherlaufen? Steht er dann vor dir oder wie? Wenn du vor einem Pferd stehst musst du sehr darauf achten dass du ihm nicht in die Augen schaust, das heißt nämlich soviel wie "geh weg"... ich würde das meinem Pferd nicht beibringen, da wenn er sich erschreckt und losstürmt dich ganz schnell umgerannt hat... deshalb auch beim führen immer NEBEN dem Pferd NIE VOR dem Pferd gehen...

krossi


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BeitragVerfasst: 17.11.2007, 18:03 
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Ja ich stand vor ihm und er sollte mir folgen. Ich kenne das von Hunden aber du hast recht es ist zu gefährlich. Habe ich gar nicht dran gedacht. Ich werde es nicht mehr machen. Sind halt meine ersten Versuche einem Pferd etwas beizubringen sonst lerne ich ja von ihnen nur.
Ich gehe immer neben dem Pferd weil ich Angst um meine Füße habe nicht das er mich umrennt oder drauflatscht.
Das mit dem nebenhergehen und dann den Strick rüber legen versuch ich mal.
Warum ohne Leckerlies? Also wie gesagt ich kenne das Beibringen nur von Hunden und da kenne ich es so Anfangs mit Leckerlies und dann mal mit mal ohne und dann nur noch ohne. Macht man das bei Pferden anders? Man da muss ich ja noch viel lernen aber zum Glück gibt es ja euch.

Bis danne
Susan


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BeitragVerfasst: 17.11.2007, 19:02 
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Also es ist auch bei Hunden ebsser wenn man die Leckerlies von anfang an weglässt...
wenn du ein Pferd nachdem es ws richtig gemacht hat am Hals STREICHELST NICHT KLOPFST ist es auch loben und das versteht es genausogut... ich arbeite nicht mit leckerlies... die gibts immer ganz zum schluss kurz bevor ich gehe wenn wir mit allem fertig sind.. aber auch nur weil ich eine große box leckerlies geschenkt bekommen habe bis die leer sind... und auch nicht immer...

Ich kenne eine, die wurde vom Pferd in die Backe gebissen, weil das Pferd kein Leckerlie bekommen hat was ich ziemlich hart finde...

krossi


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