Hallo ihr Lieben!
Ich muss mir das mal noch kurz von der Seele schreiben, bevor ich schlafen gehe...
Mini-Shetty Sylvie ist ja nun schon 27jährig, also wirklich recht alt

und man sieht das auch, sie trottet nur noch langsam, traben geht nur noch auf der Wiese und auch recht langsam, Galopp nur noch gaaanz selten... Sie trägt auch oft den Kopf recht tief, verliert langsam ihre Zähne... bisher meinte der TA jedoch, dass sie schmerzfrei sei, und es darum keinen Grund gäbe, sie einzuschläfern (zum Glück!!)
Heute nun gingen wir spazieren. Einen Weg den wir schon oft gegangen waren. Sie ging seeehr langsam, und ich hab immer wieder versucht, etwas schneller mit ihr zu gehen als gerade Schneckentempo, aber irgendwie war sie gar nicht dazu aufgelegt. Auf einer geraden Wiese versuchte ich sie zum Trab zu bringen, und sie trabte etwas, aber auch das sehr schleppend. Ich dachte, es sei, weil sie ständig fressen wollte (wollte sie wirklich!) und weil das Wetter etwas warm war...
Doch da... fiel sie plötzlich hin, und kam nicht mehr auf. Immer wenn sie es versuchen wollte, knickte sie wieder ein. Sie frass dann noch halbliegend weiter, aber irgendwann fiel sie dann ganz zur Seite, und schloss die Augen

Sie war wirklich kaum mehr bei Bewusstsein. Hab ihren Kopf dann auf meine Knie gelegt, und sie so gehalten und gestreichelt - und natürlich gleich den TA verständigt, die war dann innerhalb von 7min da, wirklich super schnell.
Sie hat Sylvie dann untersucht. Sie hat ein Herzgeräusch, und der kReislauf machte fast nicht mehr mit. Das Herz schlug sehr schwach und die Atmung setzte teilweise aus. Ich hatte den Eindruck, sie sterbe gleich mit dem kopf in meinem Arm
Zwischendurch versuchte sie den Kopf wieder zu heben, aber nicht lange. Die TÄ gab ihr eine Schmerzspritze, danach war sie noch apathischer... nach etwa 20min versuchte sie wieder zu fressen, und hob auch den Kopf. Mit Hilfe meines Mannes und der TÄ stand sie dann auf, erst noch wacklig, dann immer sicherer, und mit der Zeit machte sie noch ein paar Schritte. Glücklicherweise konnte unser Nachbar, ein Bauer, sie dann zurück zum Stall transportieren, mein mann ging mit ihr und hielt sie die ganze Zeit fest. Sie frass sogar noch während des Transportes, somit hatte sie wohl nicht sehr Angst... überhaupt, sie war die ganze Zeit hindurch so ruhig, und sie schien sich sicher zu fühlen, solange ich oder mein Mann ganz nahe waren.
VOm Transporter konnte sie dann selber in den Stall gehen, seither hab ich einigemale nach ihr geschaut, sie steht immer, frisst gut, und die Beine zittern auch nicht mehr (hatten sie anfangs, sie war sehr schwach) sie geht wieder, und hat mich vorhin laut und fröhlich begrüsst wie immer, gleich auf einen Apfel hoffend...
Aber mir geht das ganze so nach, wie sie da lag, so regungslos und schwach... ich hatte wirklich Angst, sie gehe gleich. Anderseits dachte ich mir, eigentlich wäre es doch noch ein schönes Ende. Mitten auf einer Wiese, in meinem Arm, Linda (ihre Tochter) nebendran, so ruhig wie sie grad war... Und mit 27jahren kann ich ja nicht erwarten dass sie noch ewig lebt.
Und doch... ich mag sie nicht gehen lassen, auch wenn ich da auf der Wiese zu ihr gesagt habe, dass es ok ist, wenn sie gehen will, dass ich sie lasse. Aber ich liebe sie so. Sie ist so süss, wie sie nach mir ruft, sobald sie mich erblickt, wie sie alle viere in den Boden stemmt, weil sie nicht mit meinem Mann, sondern mit mir gehen will

süsser kleiner Dickschädel...
Am Dienstag kommt die TÄ nochmals, und dann wird vor allem abgeklärt, ob Sylvie irgendwie leidet, Schmerzen hat oder so... wenn es ihr sonst soweit gut geht, darf sie gern so lang wie möglich bei uns bleiben. Ansonsten...
...aber daran mag ich nicht denken
Danke fürs zulesen.